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Mitteilung der Adressänderung

Das Leben war sicher einfacher, als wir noch in Höhlen hausten. Mit der modernen Zeit kam auch die moderne Bürokratie. Wer einen Umzug plant, ahnt vielleicht, was auf ihn zukommt. An vielen Orten ist die Adressenänderung mitzuteilen, An- und Abmeldungen bzw. Ummeldungen müssen erledigt werden. Das alles kostet Zeit und manchmal auch Geld. Es ist aber unumgänglich, diese Dinge rechtzeitig zu erledigen, um Ärger zu vermeiden. Wer klug ist, nutzt das KnowHow von Menschen, die Erfahrung in solchen Angelegenheiten haben, auch das Internet gibt wertvolle Informationen zum Thema Umzug/Adressänderungen.

Wo, wie und wann umgemeldet wird

Abonnements und Katalogservices:

Damit Abonnements und Kataloge auch an den richtigen Ort geliefert werden, ist die Mitteilung der Adressenänderung unumgänglich. Das sollte auch nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Bank:

In der Regel will man sicherlich Kunde bei derselben Bank bleiben, denn die meisten Banken verfügen über ein Filialnetz. Darüber sollte man zunächst Erkundigungen einziehen, hier hilft in der Regel das Internet weiter oder ein Anruf in der Zentrale der Bank. Dann reicht es, die neue Adresse einfach mitzuteilen. Gibt es in der Nähe des neuen Wohnortes keine Filiale, kann man Überlegungen anstellen, ob ein Wechsel in Frage kommt. In diesem Fall müssten alte Konten gekündigt und neue angelegt werden.

Behörden:

Zwei Wochen Zeit hat man, um sich beim Einwohnermeldeamt am neuen Wohnort umzumelden, das ist Pflicht und kostet nichts. Das Amt übernimmt gleichzeitig die Abmeldung am alten Wohnort. Auch alle anderen Behörden müssen informiert werden, bitte die Ummeldung für den Hund dabei nicht vergessen. Jetzt muss jeder selber überlegen, welche Ämter noch in Frage kommen. Dazu können gehören Bafög-Amt, Rentenkasse, Familienkasse (Kindergeld), GEZ (Rundfunkgebühren), Arbeitsagentur und Finanzamt (z. B. für die KFZ-Steuer oder sonstige Steuern).

Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen:

Um es gleich vorwegzunehmen: Wer nicht nur die neue Anschrift mitteilt, sondern auch mit Anbietern vor Ort vergleicht, kann unter Umständen bares Geld sparen. Große Energieversorger sind oft etwas teurer, bleiben aber länger im Preis stabil. Kleine Unternehmen dagegen können günstiger sein und locken manchmal mit einem Wechselbonus. Wer will, kann den Anbieter wechseln. Das gilt auch für den Mobilfunk, für das Festnetz und die Internetverbindung. Sicher bedeutet ein Umzug viel Arbeit und Mühe und man möchte sich so wenig, wie möglich aufhalsen, aber ein Vergleich kann sich durchaus lohnen.

Familie, Freunde und Bekannte:

Hier kann man gerne kreativ werden und ein bisschen basteln. Wer es lieber einfach und schnell mag, erledigt die Mitteilung der neuen Adresse ganz einfach telefonisch oder per E-Mail, für die man einen Verteiler anlegt. So ein Umzug birgt auch die Chance, lange vernachlässigte Kontakte wieder aufleben zu lassen.

Krankenkassen:

Die Leistungen von Krankenkassen können sich in den verschiedenen Bundesländern erheblich unterscheiden. Dies gilt es zu prüfen und die verschiedenen Krankenkassen zu vergleichen. Eine Checkliste wäre hilfreich. Wer nicht zufrieden ist oder ein besseres Angebot hat, kann wechseln oder aber einfach die neue Adresse mitteilen.

Versicherungen:

Grundsätzlich müssen alle Versicherungen über den Ortswechsel informiert werden. Im schlimmsten Fall könnte sonst der Versicherungsschutz im Schadensfall verloren gehen. Man kann ja ein Standardschreiben aufsetzen, in das man nur noch die jeweiligen Daten einsetzt. Das spart Zeit.

Achtung: Änderungen könnten sich durch den Umzug bei verschiedenen Versicherungen ergeben, z. B. bei der Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung oder auch Kfz-Versicherung. Wer einen Makler hat, kann ihn mit der Prüfung beauftragen, ansonsten muss das jeder selber tun und entsprechend handeln.

Post:

Postadresse ändern umzugWenn man ausgezogen ist und noch Post an die alte Adresse geschickt wird, kann es ziemlich umständlich und zeitraubend sein, diese doch noch zu bekommen. Die einfachste Lösung ist ein Nachsendeantrag, den man mittlerweile auch online stellen kann. Aber bitte nicht kurz vorm Umzugstermin, sondern am besten ca. drei Wochen vorher. Dann klappt die Weiterleitung der Post von Anfang an. Den Zeitraum, wie lange noch nachgesandt werden soll, kann man selber bestimmen. Das können 6, 12 oder 24 Monate sein. Verlängerungen sind möglich. Ein Nachsendeantrag kostet um die 16,50 Euro.

Schulen und Ausbildungsstätten:

Das deutsche Schulsystem kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Die Möglichkeiten und notwendigen Schritte sollten daher vorab gecheckt werden. Dies gilt auch für Studierende und ihre Hochschulen/Universitäten. Am besten kontaktiert man das zuständige Sekretariat. Dort ist man mit diesen Abläufen vertraut.

Sonstiges:

Hier muss jeder selbst überlegen, wen er noch informieren muss. Das können sonstige Vertragspartner sein, wie Einrichtungshäuser, Gärtner, Babysitter, Hundesitter, Handwerker. Am besten frühzeitig mit den Überlegungen anfangen, am besten eine Mind Map erstellen. Zwischendurch kommen immer wieder Einfälle, die man unbedingt notieren sollte. Schnell sind sie sonst vergessen.

Vereine und andere Einrichtungen:

Fitnessstudios haben in der Regel in ihren Statuten einen Passus, der Mitgliedern bei einem Umzug von mehr als 20 km ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Allerdings wird hierzu die Vorlage der Meldebescheinigung verlangt. Bei Mitgliedschaften in Vereinen sollten die Kündigungsfristen gecheckt werden, damit die Kündigung rechtzeitig erfolgen kann.

Wem noch etwas einfällt, sollte sich sofort Notizen machen.

 


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